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Sep 22
2011

Onsite SEO: Der page title (Seitentitel)

Tags: SEOpage titleusabilityCMS Simon Schramm

Der page title (dt.: Seitentitel) ist einer der wichtigsten Rankingfaktoren für Suchmaschinen - nichtsdestotrotz findet der page title bei Aufbau von Websites oder in der Suchmaschinenoptimierung oft nicht die nötige Beachtung und wird geradezu stiefmütterlich behandelt.


Was ist der page title?

Der page title ist ein Wert im html-Quellcode, der im <title>-tag einer Seite definiert wird. Üblicherweise findet sich der page title im <head>-Bereich einer Seite (falls nicht, besteht hier schon ein Problem). Sichtbar wird der page title an verschiedenen Stellen:
 

Im Quelltext einer Seite:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?><!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional
<html lang="de" xml:lang="de"  xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
    <head>
<!-- internal url: http://www.xparo.com/desktopdefault.aspx/tabid-1/ -->
        <title>Xparo | Internetagentur auf Basis Microsoft .NET CMS-Technologie</title>

Im Browser (Beispiel Mozilla Firefox):

Xparo-Page-Title-SEO

page title bei xparo.com
 

In der Suchergebnisliste (Beispiel google):

 

Xparo-SEO-Serps

page title in den Serps

Anhand dieser Beispiele wird ersichtlich, dass der page title zum einen eine hohe Relevanz für den (potentiellen) Besucher einer Website besitzt - der page title liefert für den Webseitenbesucher wichtige Hinweise hinsichtlich der Relevanz der Webseite, zum anderen ist der page title eines der wichtigsten Kriterien für die bots von Suchmaschinen, um die Wichtigkeit und thematische Relevanz einer Webseite zu erfassen. 

Deswegen gilt es bei der Verwendung des page titles einige Grundregeln zu beachten:

Jede Seite eines Webauftritts sollte einen einzigartigen page title besitzen: Ungünstig sind vor allem Konstellationen, in denen mehrere Seiten innerhalb eines Portals den gleichen page title verwenden (z.B. lediglich den Unternehmensnamen) -Suchmaschinen tun sich dann sehr schwer, diese Seiten voneinander zu unterscheiden, im Extremfall werten Suchmaschinen diese als duplicate content. Noch ungünstiger sind Webseiten, die gar keinen page title verwenden. 

In vielen Content Management Systemen wird der page title anhand der angelegten Verzeichnis- oder Navigationsstruktur automatisch generiert. Gibt es z.B. in der höchsten Ebene "Produkte" und in der darunter liegenden Ebene mehrere Items "Produkt 1 - n", wird der page title oft lauten: "Produkte - Produkt 1 - n". In vielen Fällen mag diese Anordnung sinnvoll sein (und vor allem zeitsparend für den content editor), in einigen Fällen kann dieser Umstand eher ungünstige Effekte hervorrufen, nämlich wenn der page title zu lang oder zu kurz ist: Generell sollte der page title nicht länger als 60-70 Zeichen sein, aber auch nicht kürzer, gerade wenn es sich um landing pages handelt, auf denen passende keywords untergebracht werden sollen. Der page title kann durchaus auch länger als 60-70 Zeichen  sein, allerdings ist er dann z.B. in den google Ergebnislisten nicht komplett sichtbar.

Im Fokus bei der Erstellung von page titles sollte die angenommene Erwartungshaltung des Users stehen: Kann der User anhand des page titles und der dort verwendeten keywords sofort und schnell die Bedeutung der Website erfassen?
 

Generell gilt: Keywords, die am Anfang des page titles stehen, werden höher gerankt als keywords, die am Ende des page titles stehen. Ungünstig sind page titles, in denen seitenübergreifend der Unternehmensname am Anfang des page titles steht - gerade wenn es um Dienstleistungen oder angebotene Produkt geht, sollten deren Bezeichnungen und thematisch passende Begrifflichkeiten am Anfang des page titles stehen. Die Verwendung des Unternehmensnamens am Anfang des page titles macht Sinn:

    auf der Home-Seite
    auf der Kontaktseite
    auf der Impressumsseite

auf allen anderen Seiten sollten seitenbezogen passende Begrifflichkeiten in den Vordergrund gestellt werden. Nichtsdestotrotz kann der Unternehmensname seitenübergreifend z.B. als Abschluss des page titles eingesetzt werden: "Leistungen rund um Internet, Intranet, Extranet - Xparo" (Beispiel). Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass keywords nicht mehrfach und in zig Kombinationen im page title untergebracht werden.
Abhängigkeiten zu headings, content, URLs und Metatags

Generell gilt - wie bei allen onsite SEO-Maßnahmen - , dass auch die Erstellung von page titles nicht als isolierte Maßnahme betrachtet werden sollte. Eine Optimierung macht nur Sinn, wenn vor allem folgende Punkte beachtet werden:

    im page title verwendete keywords sollten auch in den Überschriften (H1 - Hx) des Textes vorkommen
    im page title verwendete keywords sollten auch im Text und in den alt tags von Bildern platziert werden
    auch der description und keywords metatag sollte keywords aus dem page title enthalten
    die keywords sollten sich auch in der verwendeten sprechenden URL wiederspiegeln

Jul 27
2011

Use Case: integration von Youtube-Videos auf der Unternehmenswebsite

Tags: Use CaseYoutubeCMS Simon Schramm

Für unseren Kunden Evers GmbH probieren wir immer wieder allerlei neue Dinge aus, von denen wir uns eine Vereinfachung redaktioneller Prozesse bei gleichzeitiger Nutzung von state-of-the-art-Technologien und bester Usability für den Website-Besucher versprechen. So auch in diesem Fall:

Die Ausgangssituation

Evers verwendet zur detallierten Darstellung seiner Produkte im CMS contentXXL unterschiedlichste Medienformate: Produktbeschreibungen, Bilder, Praxisberichte, Dokumente, ähnliche Produkte und auch Videos, welche die angebotenen Produkte im Praxiseinsatz zeigen. Es existieren ca. 120 Videos, die bis dato direkt am einzelnen Produkt als abspielbare .flv-Datei hängen. Gleichzeitig betreibt Evers einen eigenen Youtube-Channel, über den die bereits im Portal vorhandenen Videos auf YouTube gefeatured werden. Problematisch an diesem Ansatz ist die Doppel-Pflege der Inhalte, welche auch fehleranfällig sein kann. Zudem bekommen eher visuell orientierte Besucher der Website keinen direkten Zugang zu den Videos, der Klick-Weg über das einzelne Produkt ist Pflicht. 

Die Idee

Für Videos soll Youtube als führendes System etabliert werden, d.h. jedes Video wird nur einmal initial in YouTube hochgeladen und auch das Abspielen der Videos im Portal erfolgt über den embedded player von YouTube. Warum einen eigenen Player im Portal integrieren und nicht Videotechnologie nutzen, die jedem Websitebesucher vertraut ist? Zudem sollte man die Breitenwirkung von YouTube, auch aus SEO-Gründen, nicht unterschätzen. Die in YouTube hochgeladenen Videos sollen dann auch als eigenständige Objekte im Content Management System genutzt und weiterverarbeitet werden können, wodurch eine doppelte Pflege (YouTube und CMS) entfällt.

Die Lösung

Wir haben einen Evers Videoroom gebaut, in dem alle auf dem YouTube Kanal verfügbaren Videos zur Anzeige gebracht werden. Der Redakteur verlinkt dabei einfach auf die Video-URL und kann dem Video dabei zusätzliche Parameter vergeben:

 

 

 

 

(1) spezifische Videosuche: YouTube-Videos werden in contentXXL als eigener Typ behandelt - dadurch ist auch eine spezifische Freitextsuche möglich, die nur die verfügbaren Metadaten von via Youtube eingebundene Videos durchsucht.

(2) Filterung: 120 Videos sind schon eine Menge Holz, und es ist davon auszugehen, dass der Fundus an Produktvideos stetig wächst. Eine zusätzliche Kategorisierung der Videos, damit User gezielt nach Einsatzbereichen filtern können, ist deswegen unverzichtbar. Dabei nutzt der Redakteur die im CMS bereits vorhandenen Kategorien "Heben", "Sichern", Fördern" und "Verpacken", um die Videoobjekte entsprechend zu taggen.

(3) Embedded Player: Der eigentliche YouTube-Player ist an prominenter Stelle eingebettet. Um Anreize für wiederkehrende Besucher zu schaffen, wird hier per default der neueste Upload angezeigt.

(4) Thumbnails mit mouse-over-preview: Alle anderen Videos werden in Thumbnail-Ansichten unterhalb des Players dargestellt (Treffer variieren je nach Filterung / Suchquery). Via Mouse-Over werden dem Besucher die wichtigsten Infos zum jeweiligen Video angezeigt (die redaktionell im CMS vergeben werden können). Selbstverständlich wird die Liste paginiert ausgegeben.

Die im Videoroom vorhandenen Videoobjekte können dann auch für die Darstellung der Produktdetails verwendet werden, indem der Redakteur einfach aus dem Produkt heraus eine Verknüpfung zum dem bereits vorhandenen Videoobjekt herstellt. Die Darstellung hier erfolgt dann über ein JavaScript Overlay.

 

 

 

Und jetzt viel Spaß beim Überprüfen der hier beschriebenen Funktionalität auf www.eversgmbh.de/Startseite/Beratung/Videoroom.aspx ;-)

Kritik, Fragen und Verbesserungswünsche gerne über die Kommentarfunktion.